Der Sommer bietet zahlreiche Gefahren für die Haut. Neben der Sonne können auch Wespen- oder Bienenstiche sehr unangenehm werden. Besonders für Allergiker heißt es dann: schnell handeln! Wir haben die wichtigsten Tipps bei einem Insektenstich zusammengefasst.

Bienen sind eigentlich relativ ungefährlich. Sie sammeln Blütennektar und verirren sich nur selten in Wohnungen oder Häuser. Schnell kann man sie aber im niedrigen Gras übersehen. Sie stechen eigentlich nur wenn sie sich bedroht fühlen. Denn der Stich bedeutet für die Biene auch den Tod. Sie verliert den Stachel und stirbt daraufhin. Eine Wespe hingegen behält nach dem Stich den Stachel und kann daher auch öfter zustechen.

Ruhe bewahren!

Sollte sich eine Biene oder eine Wespe Ihnen nähern, sollten Sie Ruhe bewahren. Sie stellen für die Insekten eigentlich keine Gefahr dar. Wer mit den Armen fuchtelt, das Insekt versucht wegzublasen oder mit einem Gegenstand schmeißt, macht die Biene oder Wespe aggressiv. Die Folge: oft ein schmerzhafter Stich.

Sofort reagieren

Durch den Stich gelangt eine kleine Dosis Gift in den Körper. Daher sollte man rasch reagieren, um Linderung zu schaffen. Nach einem Bienenstich heißt das, zuerst den Stachel entfernen. Verwenden Sie eine Pinzette oder Ihre Fingernägel und ziehen Sie den Stachel vorsichtig heraus. Achten Sie darauf, den Stachel nicht tiefer in die Haut zu bohren, denn unter dem Stachel befindet sich die Giftblase. Durch Druck könnte noch mehr Gift in die Haut gelangen.

Was tun nach einem Insektenstich?

Die Biene verliert beim Stich ihren Stachel. Dieser muss vorsichtig aus der Haut entfernt werden!

Auf Symptome achten

Je nach Stichstelle, werden sich erste Symptome bemerkbar machen. Während Stiche im Bein- oder Armbereich meist ohne Komplikationen verlaufen, kann ein Stick in Kopf-, Hals- oder Mundbereich gefährliche Auswirkungen haben. Eine Rötung und Schwellung der Stichstelle ist ganz normal. Wer Übelkeit verspürt, Herzrasen, Zittern oder Atemnot bemerkt, sollte aber umgehend einen Arzt aufsuchen. Gerade bei Allergikern kann ein Bienen- oder Wespenstich zu einem Kreislaufkollaps oder Atemstillstand führen. Daher sollten Allergiker im Sommer stets ihr „Notfallset“ (mit Antihistaminikum, Kortisonpräparat, Adrenalin) mit sich führen.

Linderung schaffen

Zeigt der Stich hingegen nur eine gerötete Schwellung, kann man mit einigen Hausmitteln Linderung schaffen. Viele schwören auf die Hitzebehandlung nach dem Stich: dazu wird mit einem erhitzten (50-60°) Löffel oder einem elektrischen „Stichheiler“ die Stichstelle berührt. Dadurch soll das Gift „unschädlich“ gemacht werden. Anschließend sollte die Stelle gekühlt werden. Zur Kühlung können Umschläge, Coolpacks oder eine kalte Flasche verwendet werden. Legen Sie keinesfalls Eiswürfel direkt auf die Haut. Besser in ein Handtuch oder Waschlappen wickeln und damit kühlen.

Lässt der Schmerz langsam nach, geht auch bald die Schwellung zurück. Kühlende Salben oder spezielle Insektengels helfen gegen den Juckreiz. Nach 2-4 Tagen sollte das Gift abgebaut sein und damit auch die Schwellung  komplett zurückgehen.

Autor: Bernhard Kröll
Bilder: Pexels | Fotolia


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